Konferenzen

In jährlichen Konferenzen pflegt Michaelstein den Diskurs von Aufführungspraxis, Musikwissenschaft und Musikinstrumentenbau.

Die Wissenschaftlichen Arbeitstagungen bieten ein Podium für das gesamte Gebiet der „historischen Aufführungspraxis“: Auseinandersetzung mit den innermusikalischen Aspekten, Kenntnis über äußere Bedingungen und das interdisziplinäre Umfeld.

In den Symposien zum historischen Musikinstrumentenbau stehen einzelne Instrumentenfamilien in ihrer Entwicklung über mehrere Jahrhunderte im Mittelpunkt. Der Fachaustausch zwischen Musikwissenschaftlern, Museologen, Interpreten, Instrumentenbauern und Restauratoren dreht sich um vielfältige Aspekte der Originalinstrumente sowie um die Entwicklung anspruchsvoller Nachbauten für die heutige Musikpraxis.

In den Konferenzen trifft dabei Musikwissenschaft und Instrumentenkunde auf Musikpraxis, so durch musikalische Beispiele innerhalb der Referate oder Konzerte im Zusammenhang mit wissenschaftlichen Vorträgen.

Die Konferenzergebnisse werden in der Schriftenreihe „Michaelsteiner Konferenzberichte“ dokumentiert.

XLIII. Wissenschaftliche Arbeitstagung
9. bis 11. November 2018

TAGUNGSPROGRAMM

36. Musikinstrumentenbau-Symposium
Der Streichinstrumentenbau im sächsischen Vogtland
15. bis 17. November 2019

Legendär ist der Ruf italienischer Geigen aus Brescia oder Cremona. Ganz anders verhält es sich dagegen mit den Erzeugnissen aus dem sächsischen Vogtland, die oft noch ausschließlich mit preiswerter Massenproduktion in Verbindung gebracht werden. Diese Einschätzung wird allerdings der Bedeutung des vogtländischen Geigenbaus, der sich durch eine große internationale Ausstrahlung auszeichnet, nicht gerecht.

Die Sammlung Michaelstein beherbergt mit etwa 180 Exemplaren eine erstaunlich große Anzahl an vogtländischen Streichinstrumenten. Sie umfassen eine große Spannbreite von sorgfältig gearbeiteten bis zu minderwertigen Erzeugnissen aus der Zeit vom 18. bis 20. Jahrhundert und repräsentieren damit bereits einen gewissen Querschnitt des Geigenbaus in dieser Region. Aus diesem Grund wird sich das 36. Musikinstrumentenbau-Symposium dem Geigenbau im sächsischen Vogtland zuwenden. Neben Präsentationen zur Entwicklung, den Vertriebsstrukturen sowie zum Wirken einzelner Geigenbauer sollen vor allem die konstruktiven und stilistischen Merkmale der vogtländischen Streichinstrumente beleuchtet werden.

Das im Rahmen des Symposiums stattfindende Konzert mit dem Streicherensemble „Sinfonia Concertante“ unter der Leitung von Anton Steck als Artist in Residence macht deutlich, dass die im 19. Jahrhundert in großen Mengen hergestellten Streichinstrumente unter anderem in den immer größer werdenden Orchestern zum Einsatz kamen.

Ihre Ansprechpartnerin

Marina Salomon
Kulturstiftung Sachsen-Anhalt | Kloster Michaelstein
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