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BACHS ERBEN | Bach reist nach Berlin - Kurs 19205

Wann?

bis
17:00 - 19:00 Uhr

Wo?

Kloster Michaelstein | Blankenburg (Harz)
Michaelstein 3
38889 Blankenburg (Harz)

Beschreibung

Kursbeschreibung
1719 schickte Fürst Leopold seinen Kapellmeister Johann Sebastian Bach von Köthen nach Berlin, um ein neues Cembalo für die kleine, aber hervorragende Köthener Hofkapelle zu kaufen. In Berlin lernte Bach u. a. den Markgrafen von Brandenburg kennen. Diese Reise ist 300 Jahre später der Aufhänger für das Programm der 14. Sommerarbeitsphase von BACHS ERBEN.

Programm
Johann Friedrich Fasch – Ouvertürensuite
Johann Abraham Peter Schulz – Ouvertüre zur Oper Attalia
Johann Sebastian Bach – Ricercar á 6, Brandenburgische Konzert Nr. 4, Kantate BWV 23

Besetzung
12 Geigen, 4 Bratschen, 4 Violoncelli, Kontrabass, Cembalo, Orgel, Blockflöten, Oboen, Fagott und Hörner

Ablauf
vom 02.08. bis 06.08.2019 Kammermusik-, Register und Tuttiproben
06.08.2019 internes Kammerkonzert am Abend
ab 07.08.2019 nur noch Tuttiproben
1. Konzert: 09.08.2019, 19:30 Uhr, Kloster Michaelstein | Musikscheune
10.08.2019, 10:00 Uhr Abreise mit dem Bus nach Potsdam
2. Konzert: 10.08.2019, 17:00 Uhr, Potsdam | Erlöserkirche, danach Fahrt zum Hotel "Meininger", Berlin
3. Konzert: 11.08.2019, 15:00 Uhr, Berlin | Sophienkirche
danach Abreise

Kurspreis
voll 45,- € (für Schüler und Studenten)

Übernachtung/Verpflegung
(voraussichtlich 175,- €) sind gesondert über das Gasthaus "Zum Weißen Mönch" bis zum 10.08.2019 zu buchen.

Hinweis
Der volle Kurspreis gilt für Schüler und Studenten. Eine Ermäßigung gibt es nicht. Willkommen sind ambitionierte Musikschüler und -studenten mit Barockmusikbegeisterung von 14 bis 26 Jahren.

Anmeldeschluss
05.07.2019

Sänger
Xenia Lemberski - Sopran
Laila Salome Fischer - Alt
Benedikt Kristjánsson  - Tenor
Friedemann Klos - Bass

Dozent(inn)en
Raphael Alpermann, Berlin (künstlerischer Leiter/Cembalo)
Raphael Alpermann ist Absolvent der Berliner Musikhochschule "Hanns Eisler". Dem regulären Studium folgte eine Ausbildung in der Meisterklasse der Akademie der Künste in Berlin. Während dieser Zeit nahm er zusätzlich Unterricht bei Gustav Leonhardt und Ton Koopman. Er gehört der Akademie für Alte Musik Berlin seit ihrer Gründung 1982 an. Bei vielen Konzerten und Aufnahmen des Ensembles wirkte er als Solist mit. 1995 debütierte er bei den Berliner Philharmonikern mit einem Konzert von Bach. Seither ist er immer wieder Gast dieses Orchesters sowie anderer namhafter Ensembles. Er arbeitete u.a. mit den Dirigenten Claudio Abbado, Simon Rattle und Nikolaus Harnoncourt, mit den Solisten Thomas Quasthoff, Albrecht Mayer und Emmanuel Pahud zusammen. Konzertreisen führten ihn in viele der bedeutendsten Konzertsäle auf fünf Kontinenten und zu Festivals weltweit. Weit über 100 CDs spielte er in verschiedenen Besetzungen ein, etliche davon wurden mit namhaften Preisen ausgezeichnet. Raphael Alpermann unterrichtet an der renommierten Berliner Hochschule für Musik und ist künstlerischer Leiter des Jugendbarockorchesters "BACHS ERBEN".

Georg Kallweit, Berlin (Violine)
Als Mitglied, Konzertmeister und Solist der Akademie für Alte Musik Berlin, und Gast anderer renommierter Ensembles ist Kallweit heute längst zum vielgefragten Spezialisten seines Fachs avanciert. Dabei nehmen das solistische Repertoire und die Ensembleleitung einen immer größeren Stellenwert ein. Daneben arbeitet er als künstlerischer Leiter bzw. Konzertmeister regelmäßig mit renommierten Orchestern zusammen wie dem Ensemble Resonanz Hamburg, dem Finnischen Barock Orchester, den Deutschen Kammervirtuosen Berlin (Deutsches Sinfonie Orchester), Lauttencompagney Berlin u.a. Seit einigen Jahren verbindet ihn im Ensemble "Ombra e Luce" eine erfolgreiche Duopartnerschaft mit dem Lautenisten Björn Colell in der Erarbeitung frühen italienischen Repertoires. Es liegen über sechzig, mit vielen internationalen Preisen ausgezeichnete CD- Einspielungen vor, darunter Aufnahmen mit Violinkonzerten bei "Harmonia Mundi France", Kammermusik mit der Berliner Barock Compagney, Recitals mit "Ombra e Luce" bei "Raumklang" und vieles mehr. Seine rege internationale Konzerttätigkeit führte Ihn in nahezu alle europäischen Länder und regelmäßig nach Nord-, Südamerika und Asien. Als Dozent unterrichtete er an den Musikhochschulen in Leipzig, Weimar, Helsinki und arbeitet regelmäßig mit dem Jugendbarockorchester Bachs Erben.

Prof. Stephan Mai, Berlin (Violine)
Stephan Mai wurde 1953 in Leipzig geboren. Seine Violinausbildung begann 1962 und führte über den Besuch der Kinderklasse bis zum Studium an der Hochschule für Musik in Leipzig. Nach dem Examen 1976 wurde er Mitglied des Rundfunk-Sinfonie Orchesters Berlin sowie des Kammerorchesters Berlin. Darüber hinaus engagierte er sich für den Aufbau eines Ensembles, das sich mit zunächst modernem Instrumentarium der historischen Aufführungspraxis widmete. Daraus ging 1982 die Gründung der Akademie für Alte Musik Berlin hervor, der Stephan Mai seitdem als einer der Konzertmeister angehört. Mit dem Orchester gastierte Stephan Mai bereits 1986 bei den vom Westdeutschen Rundfunk veranstalteten Tagen für Alte Musik in Herne. Seither wirkt er an zahlreichen Schallplattenproduktionen und Rundfunkaufnahmen des Ensembles mit; Tourneen und Festivalauftritte führen über die Grenzen Europas hinaus in den Nahen Osten sowie nach Japan. Lehraufträge an der Hochschule für Musik in Leipzig und der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin begleiteten seit 1991 seine künstlerische, auch solistische Tätigkeit. Seit 2015 hat Stephan Mai eine Honorarprofessor für Historische Spielpraxis an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar. Seine Erfahrungen mit der so genannten historischen Aufführungspraxis gibt er inzwischen vermehrt an kammermusikalische Ensembles weiter, die - zuweilen auch auf modernen Instrumenten - die Musik des 18. bis beginnenden 19. Jahrhundert pflegen.

Florian Schulte, Oldenburg (Viola)
Florian Schulte wuchs in Bremen auf, wo er seine ersten musikalischen Erfahrungen in diversen Jugendorchestern machte. Sein Zivildienst in Schloss Weikersheim bestärkte seinen Wunsch, Musik zum Beruf zu machen, so dass sich daran eine zweijährige Ausbildung an einer Berufsfachschule für Musik und das Bratschenstudium in Düsseldorf anschloss. Die Suche nach dem barocken Originalklang betrieb er parallel zu seinem Studium und bekam 1998 fundierte Nahrung durch seine Mitwirkung im "European Union Baroque Orchestra", welche ihn auf Reisen durch ganz Europa und den nahen Osten führte. Seitdem spielt er immer wieder in Orchestern wie Neue Düsseldorfer Hofmusik, La Stagione Frankfurt, elbipolis Hamburg und Akademie für Alte Musik Berlin. Als Mitglied des Aaron-Quartett Köln erforscht er auch die Möglichkeiten der Originalinstrumente im Streichquartett.

Jan Freiheit, Berlin (Violoncello)
Der 1962 in Halle als Sohn einer Sängerin und eines Komponisten geborene Jan Freiheit besuchte als Kind und Jugendlicher zunächst die auf Musik spezialisierte „Georg-Friedrich-Händel-Oberschule“ in Berlin. Hier begann er im Alter von 12 Jahren mit dem Violoncellospiel und wurde nach einem Jahr in das an der Schule ansässige Jugend-Sinfonieorchester aufgenommen. Der Name der Schule wurde zum roten Faden in seinem musikalischen Werdegang, denn Georg Friedrich Händel beeinflusste wie kein Zweiter seine Interessen und Aktivitäten. Da das Erkunden des barocken Repertoires im Jugend-Sinfonieorchester nur schwer möglich war, gründete Jan Freiheit an der Schule ein eigenes Orchester, welches von ihm geleitet wurde. Schwerpunkt dieser Arbeit waren die Concerti grossi, besonders die von Corelli, Vivaldi und Händel. Nach Abitur, Militärdienst und Praktika an Opernhäusern studierte er von 1983 bis 1988 Violoncello an der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“. Während seiner Studienzeit mündete sein Interesse für die Musik des Barockzeitalters in eine intensive Beschäftigung mit der historischer Aufführungspraxis. Von 1989 bis 1992 studierte er dann Viola da gamba bei Prof. Siegfried Pank an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig und besuchte internationale Meisterkurse. Direkte Folge dieser Auseinandersetzung war die Gründung der Berliner Barock-Compagney im Jahre 1986, einem Kammermusikensemble, welches sich insbesondere der Musik zwischen 1650 und 1750, aber auch der Klassik widmete. Seit 1992 ist Jan Freiheit Mitglied der Akademie für Alte Musik Berlin und seit vielen Jahren der Solocellist dieses Ensembles. Darüber hinaus tritt er auch mit Solokonzerten auf der Gambe oder dem Cello auf, sowohl mit dem eigenen Orchester als auch als Gast anderer Formationen. Konzertreisen führten ihn außerdem nach Nord- und Südamerika, Australien, Japan und nahezu alle europäischen Länder. Hörfunk- und Fernsehproduktionen sowie zahlreiche CD-Aufnahmen sind Zeugnisse seiner musikalischen Laufbahn. Er hatte von 2012 bis 2017 einen Lehrauftrag an der Universität der Künste in Berlin für Barockvioloncello und Basso-continuo-Praxis für tiefe Streicher und wurde im Herbst 2013 an die Leipziger Musikhochschule als Professor für Barockvioloncello und historische Violoncello-Instrumente berufen.

Elisabeth Grümmer, Leipzig (Oboe)
Elisabeth Grümmer wurde in Rostock geboren und wuchs in Potsdam auf. Sie studierte in Weimar bei Prof. Matthias Bäcker und in Hamburg bei Paulus van der Merwe und schloss ihr Studium 2011 mit dem Diplom ab. Gefördert durch die Schweizer Thyll-Stiftung ging sie 2009 für ein Semester an die Guildhall School of Music and Drama London. Sie war Stipendiatin der Yehudi Menuhin live musicnow e.V. und nahm an zahlreichen Wettbewerben teil, vor allem mit ihrem Trio élan und dem Quintett 5Beaufort, und folgte Einladungen zu Konzerten im In- und Ausland. Von 2011-2013 war sie Stipentiatin der Guiseppe-Sinopoli-Akademie der Sächsischen Staatskapelle Dresden. Als Gast spielt sie regelmäßig u.a. bei dem NDR Elbphilharmonie Orchester, der Dresdner Philharmonie, der Staatskapelle Dresden und der Camerata Salzburg. Ihre große Begeisterung neben der Kammermusik, gilt dem Spiel auf historischen Oboeninstrumenten. In Leipzig ansässig, konzertiert sie regelmäßig als Barockoboistin, u.a. mit dem Leipziger Barockorchester, dem Sächsischen Barockorchester, der Camerata Lipsiensis sowie der Lauttencompagney Berlin.

Veranstalter

Kloster Michaelstein | Musikakademie, Aufführungspraxis
Michaelstein 15
38889 Blankenburg
Tel: +49 3944 9030 44/45
Fax: +49 3944 9030 30

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